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Die neuen Schaugewächshäuser in der Kölner Flora
 Zur Architektur der neuen Schaugewächshäuser in der Kölner Flora Die geplanten neuen Schaugewächshäuser zeichnen im Grundriss und der proportionalen Höhenentwicklung die dreiflügelige Anlage des heutigen Ensembles mit dem Tropischen Hof als Mitte nach. Der Eingang wird in Zukunft am "Gelenk" der Achsen Flora und Botanischer Garten angelegt. So entsteht eine selbstverständliche Einbindung in die vorhandenen Blick- und Wegebeziehungen. Der historisch gewachsene Ort wird unverwechselbar fortgeschrieben.
Ein weit auskragendes Vordach markiert den Eingang in das gläserne Foyer der neuen Schaugewächshäuser. Über eine Außenrampe ist es möglich, das Vordach als Aussichtsplattform über dem Foyer zu betreten, die dem Besucher eine grandiose Perspektive durch die geplante Palmenallee des Botanischen Gartens hin zum Alpinum ermöglicht.
Der Besucher wird über eine abwechslungsreiche Wegeführung durch die Schaugewächshäuser geleitet. Serpentinenartige Bergpfade wechseln mit langen Blickachsen. Der Besucher geht auf eine Entdeckungsreise über einen ca. 80 Meter langen, mäandrierenden Steg und kann in bis zu 8 Metern Höhe den Kronenbereich der tropischen Urwaldbäume erkunden
Die Schalenkonstruktion
Die gewählte Architekturgeometrie folgt der Stützlinie in parabelförmigen Bögen. Hiermit kann bei absoluter Stützenfreiheit im Innenraum und einer Spannweite von bis zu 21 Metern der Stahleinsatz in der Primärkonstruktion minimiert werden. Die geringen Stahlquerschnitte bei einer Scheitelhöhe von bis zu 18 Metern minimieren gleichzeitig den Schattenwurf auf die sonnenhungrigen Pflanzen.
Die Sonnenenergiemaschine
Klassische Isolierverglasungen sind für Gewächshäuser ungeeignet, da sie eine zu geringe UV-Durchlässigkeit aufweisen. Eine Membrankonstruktion aus transparenten ETFE-Folien erweist sich als optimale Lösung, da deren UV-Durchlässigkeit mit rd. 95% wesentlich höher ist. Gleichzeitig wird mit einer mehrlagigen Konstruktion der Wärmeverlust minimiert.Die Krümmung der Hüllfläche führt dazu, dass zu jeder Tageszeit der Sonneneinstrahlwinkel senkrecht erfolgen kann. Durch dieses Phänomen lassen sich die passiven solaren Energiegewinne optimieren. Gleichzeitig verhindert die Fassadenkonstruktion hohe Transmissionsverluste, so dass die eingesetzte Energie weitestgehend im Gebäude verbleibt.
Auch für die Tropen: "Dat Wasser vun Kölle es jot"
Eine automatische Befeuchtungsanlage regelt die jeweils notwendige Luftfeuchtigkeit. Zusammen mit gesteuerten Lüftungsklappen im Firstbereich wird ein konstantes Klima mit möglichst wenig Technik- und Energieeinsatz erzeugt. Das Wasser zur Befeuchtung wird aus einer Brunnenbohrung dem Uferfiltrat des Rheins entnommen. Über die Atmosphäre und durch Versickerung wird es "nach Gebrauch" wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.
Die Orangerie, das Café und mehr
Der Rundweg führt die Besucher schließlich in die Orangerie als Verbindungselement zum Subtropenhaus. Dieser Übergang wird mit einem unmittelbar an den neuen Schauhauskomplex anschließenden Café kombiniert. Die Lage des Cafés am Flora-Weiher, natürlich mit Außengastronomie unter einem weit auskragenden Sonnendach, verspricht ein Publikumsmagnet zu werden.
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