Drei Hauptthemen
Basierend auf einem Vergleich existierender Konzepte in Mitteleuropa und unter Zugrundelegung der an anderen Orten bestehenden Spezialsammlungen wurden die Themen für die neuen Schauhäuser in Köln ausgewählt. Sie umfassen "Tropische Nutzpflanzen", den "Wert der Vielfalt" und "Die Wüste lebt".
Die drei Hauptthemen werden an ausgewählten lebenden Beispielen besonders attraktiver Pflanzen mit modernster Didaktik aufbereitet. Die tägliche Nutzung tropischer Pflanzen, des "Grünen Goldes", wird das erste Thema bilden. Weltwirtschaftspflanzen wie Reis, Kokospalme und Kakao, die Bedeutung lokaler Sorten wie auch die lange Geschichte des Wettstreites um biologische Ressourcen wie z.B. bei Vanille oder Kaffee werden anschaulich dargestellt.
Der Nutzung tropischer Pflanzen liegt die noch lange nicht vollständig erfasste "Biodiversität" zugrunde, d.h. die Vielfalt der Arten, Gene und Biotope. Sie ist weltweit durch die Zerstörung der Lebensräume, durch Artenschwund und Übernutzung bedroht. Der für unser Überleben bedeutende "Wert der Vielfalt" wird über die Darstellung der ökologischen Zusammenhänge im Regenwald, in den Mangroven und in den tropischen Baumkronen erläutert.
Um sich an Extremstandorte anzupassen, haben Pflanzen für ihr Überleben eine Vielzahl von Strategien und Inhaltsstoffen ausgebildet, die auch dem Menschen von Nutzen sind. Pflanzen verhelfen den Wüsten der Erde und ihren Bewohnern zum Leben, z.B. Aloen als Wasser- und Schattenspender, Brotpalmfarne als Nahrungsreserven oder die südafrikanische Teufelskralle als Heilmittel, wie der dritte Erlebnisbereich "Die Wüste lebt" zeigt.